SERP-Features
Local Pack
Kurz gesagt: Das Local Pack ist der Kartenblock mit meist drei lokalen Unternehmen in der Google-Suche, gespeist aus Google-Unternehmensprofilen – für Betriebe mit Standort oft die sichtbarste Position.
Definition: Local Pack
Das Local Pack erscheint bei Suchanfragen mit lokalem Bezug, etwa „Steuerberater Tübingen“ oder „Zahnarzt in der Nähe“, und zeigt eine Karte mit einer kurzen Liste von Einträgen aus Google Maps samt Bewertung, Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeit. Grundlage ist das Google-Unternehmensprofil. Nach Googles Angaben beruhen lokale Ergebnisse hauptsächlich auf drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Anders als organische Treffer hängt das Local Pack stark vom Standort der suchenden Person ab.
Was dahintersteckt
Die drei Faktoren lassen sich unterschiedlich stark beeinflussen. Relevanz beschreibt, wie gut ein Profil zur Suche passt; vollständige Angaben, präzise Kategorien und eine klare Leistungsbeschreibung helfen. Die Entfernung zwischen Suchendem und Standort kannst du nicht verändern. Die Bekanntheit, in Googles deutscher Hilfe als „Bekanntheit/Beliebtheit“ geführt, beruht laut Google unter anderem auf der Zahl der Websites, die auf das Unternehmen verweisen, und auf Anzahl und Qualität der Rezensionen. Google stellt klar, dass ein besseres lokales Ranking weder beantragt noch gekauft werden kann.
Voraussetzung ist ein bestätigtes Google-Unternehmensprofil. Laut Google werden bestätigte Unternehmen mit größerer Wahrscheinlichkeit angezeigt, ebenso Profile mit vollständigen und korrekten Angaben zu Adresse, Öffnungszeiten, Kategorie und Merkmalen. Antworten auf Rezensionen, Fotos und aktuelle Informationen gehören ebenfalls zu den offiziellen Empfehlungen. Dazu kommt die NAP-Konsistenz: Weichen Name, Adresse und Telefonnummer auf Website, Profil und Verzeichnissen voneinander ab, fällt die Zuordnung schwerer.
Im Europäischen Wirtschaftsraum sieht die Ergebnisseite anders aus als in den USA. Google dokumentiert dort eigene Einheiten für Vergleichsdienste und direkte Anbieter, sogenannte Aggregator- und Supplier-Units, und hat sie im September 2026 auf Anfragen zu lokalen Unternehmen erweitert. Das Local Pack steht damit in einem dichteren Umfeld, in dem Branchenportale sichtbar werden. Ein gepflegter Eintrag auf den relevanten Portalen ist deshalb kein Nebenschauplatz mehr.
Für die KI-Suche ist der Zusammenhang direkter, als viele denken. Googles Leitfaden zu generativen KI-Funktionen empfiehlt ausdrücklich, die Angaben im Unternehmensprofil aktuell zu halten, weil KI-Antworten Informationen über lokale Unternehmen einbeziehen können. Dieselben konsistenten Daten und Bewertungen, die das Local Pack stützen, helfen auch Systemen wie ChatGPT oder Perplexity, einen Betrieb richtig zuzuordnen, weil diese ebenfalls auf Bewertungsportale und Verzeichnisse zugreifen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Sanitärbetrieb in Reutlingen hat in vier Verzeichnissen vier Schreibweisen seines Namens, eine alte Telefonnummer und im Unternehmensprofil nur die Kategorie „Installateur“. Er bestätigt das Profil, ergänzt Öffnungszeiten, Einsatzgebiet, Leistungen und Fotos, vereinheitlicht die Einträge und beantwortet ausstehende Rezensionen. Anschließend prüft er regelmäßig aus verschiedenen Stadtteilen, bei welchen Suchen er im Local Pack erscheint.
Wenn du das nicht selbst aufbauen willst: Laufende GEO-Betreuung: Messen, umsetzen, nachsteuern →
Was oft gefragt wird
Wie komme ich ins Local Pack?
Mit einem bestätigten Google-Unternehmensprofil, vollständigen und korrekten Angaben, passenden Kategorien, echten Bewertungen und konsistenten Firmendaten im Netz. Die Entfernung zum Suchenden kannst du nicht beeinflussen, und kaufen lässt sich eine bessere Platzierung laut Google nicht.
Zählt das Unternehmensprofil auch für KI-Antworten?
Ja, zumindest bei Google. Der Leitfaden zu generativen KI-Funktionen empfiehlt, das Unternehmensprofil aktuell zu halten, weil KI-Antworten lokale Unternehmensinformationen einbeziehen können. Andere Systeme greifen auf Verzeichnisse und Bewertungsportale zu, die von denselben sauberen Daten profitieren.
Darf ich Keywords in meinen Firmennamen im Profil schreiben?
Nein. Googles Richtlinien verlangen den Namen, unter dem du auch offline auftrittst, und verbieten unnötige Zusätze wie Slogans oder Leistungsbegriffe. Verstöße können zur Sperrung des Profils führen. Leistungen gehören in Kategorien und Beschreibung.
Das hängt damit zusammen
Quellen: Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern (Stand September 2026) · Google Search Central: Regional differences in Search experience (Stand September 2026) · Google Search Central: Optimizing your website for generative AI features on Google Search (Stand September 2026)
Wo Anbieter einen Begriff unterschiedlich verwenden, nennen wir beide Lesarten. Einen Fehler gefunden? Schreib uns, wir korrigieren ihn. Zurück zum Glossar
Wirst du in KI-Antworten genannt?30 Minuten, kostenlos, mit ehrlicher Einschätzung.
Reden wir 30 Minuten darüber
Kostenlos, unverbindlich und mit einer ehrlichen Einschätzung, ob sich GEO bei dir gerade lohnt.