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Organization-Schema

Von Felix Wilhelm · geprüft am 22. September 2026

Kurz gesagt: Organization-Schema ist das schema.org-Markup, mit dem eine Website ihr Unternehmen als eindeutige Entität beschreibt – mit Name, Logo, Adresse, Kontaktdaten, Kennnummern und Verweisen auf Profile an anderer Stelle.

Organization-Schema kurz erklärt

Organization ist ein Grundtyp von schema.org mit zahlreichen Untertypen, etwa Corporation, NGO, OnlineStore oder LocalBusiness. Laut schema.org nutzen mehr als 10 Millionen Domains den Typ (Stand der Auswertung: August 2026). Google verwendet das Markup, um administrative Angaben zu verstehen, Organisationen voneinander zu unterscheiden und etwa das Logo im Knowledge Panel zu wählen. Abzugrenzen ist es vom Person-Schema für Menschen und vom LocalBusiness-Markup, das für lokale Suchergebnisse eine eigene Dokumentation hat.

Auch genannt:Organization MarkupOrganisations-SchemaOrganization structured data

Was du dazu wissen solltest

Google verlangt für Organization keine Pflichtfelder. Die Dokumentation empfiehlt, so viele zutreffende Eigenschaften wie möglich anzugeben, und nennt als Schwerpunkt Name und Alternativname, Belege für die reale Existenz wie Adresse und Telefon sowie die Online-Präsenz über url und logo. Platziert wird das Markup auf der Startseite oder einer einzigen Seite, die das Unternehmen beschreibt, etwa der Über-uns-Seite. Auf jeder Unterseite muss es nicht stehen; dort genügt ein Verweis über die @id. Google rät außerdem, den spezifischsten passenden Untertyp zu wählen, bei einem Onlineshop also OnlineStore statt des allgemeinen Typs.

Weniger bekannt ist, dass Google einige Eigenschaften „hinter den Kulissen“ zur Unterscheidung nutzt. Genannt werden iso6523Code und naics; im Beispiel der Dokumentation stehen zudem vatID und ein Code nach ISO 6523. Für deutsche Unternehmen sind die Umsatzsteuer-ID, eine LEI oder eine DUNS-Nummer solche harten Kennungen. Sie unterscheiden die Müller GmbH aus Hechingen von der gleichnamigen Firma in Hamburg besser als jede Beschreibung. Dazu kommen legalName für die Firmierung laut Handelsregister und name für den Namen, unter dem das Unternehmen auftritt.

Für die KI-Sichtbarkeit ist Organization-Markup ein Identitätsanker. Sprachmodelle und Suchsysteme setzen eine Firma aus vielen Quellen zusammen: Website, Branchenverzeichnisse, Presse, Wikidata, Bewertungsportale. Je eindeutiger die eigene Website sagt, wer das Unternehmen ist und welche Profile dazugehören, desto leichter fällt die Zuordnung. Das leisten sameAs-Verweise auf LinkedIn, Wikidata oder das Google Unternehmensprofil und eine konsequent identische Schreibweise von Name, Adresse und Telefonnummer, siehe NAP-Konsistenz. Google betont zugleich, dass es für generative Suchfunktionen kein spezielles Markup braucht – das Markup ersetzt also keine Erwähnungen in unabhängigen Quellen, es macht sie nur leichter zuzuordnen.

Die typischen Probleme entstehen durch Automatik. SEO-Plugin, Theme und Bewertungs-Widget geben je eine eigene Organization aus, mit unterschiedlichem Namen oder Logo. Das Gründungsjahr im Markup widerspricht dem Impressum. Das Logo ist kleiner als die von Google geforderten 112 × 112 Pixel oder liegt in einem Verzeichnis, das die robots.txt sperrt. Und das Markup beschreibt eine Adresse, die nirgends auf der Seite steht. Die Abhilfe: ein einziger, zentral gepflegter Organization-Knoten mit fester @id, den alle anderen Knoten referenzieren.

An einem Fall erklärt

Praxisbeispiel

Ein Hersteller von Hebebühnen aus der Oberlausitz tritt als „Muster Hebetechnik“ auf, firmiert aber als „Muster Maschinenbau GmbH & Co. KG“. Auf der Website stehen drei widersprüchliche Organization-Blöcke. Das Team ersetzt sie durch einen Knoten mit name und legalName, Umsatzsteuer-ID, Adresse, Logo und sameAs-Verweisen auf LinkedIn und Wikidata, platziert ihn auf der Über-uns-Seite und verweist von allen anderen Seiten per @id darauf.

Die passende Leistung dazu: Technik für KI-Sichtbarkeit: Crawler, Schema, llms.txt →

Fragen, die dazu oft kommen

Organization oder LocalBusiness – was nehme ich?

Hast du Standorte mit Publikumsverkehr, ist LocalBusiness oder ein passender Untertyp wie Dentist oder Store sinnvoll, denn LocalBusiness ist selbst ein Untertyp von Organization. Für das Gesamtunternehmen ohne lokalen Fokus genügt Organization oder ein Untertyp wie Corporation. Beides lässt sich über parentOrganization verbinden.

Muss Organization-Markup auf jeder Seite stehen?

Nein. Google empfiehlt die Startseite oder eine Seite, die das Unternehmen beschreibt, etwa die Über-uns-Seite. Auf anderen Seiten reicht ein Verweis über die @id, zum Beispiel als publisher eines Artikels. So bleibt die Beschreibung an einer Stelle gepflegt.

Welche Kennnummern sollte ich angeben?

Alles, was eindeutig und öffentlich ist: Umsatzsteuer-ID als vatID, eine LEI als leiCode, eine DUNS-Nummer oder einen Code nach ISO 6523. Google nutzt solche Angaben zur Unterscheidung von Organisationen. Gib nur Nummern an, die tatsächlich existieren und aktuell sind.

Bekomme ich durch Organization-Markup ein Knowledge Panel?

Nicht automatisch. Das Markup kann beeinflussen, welches Logo und welche Angaben Google zeigt, wenn es ein Knowledge Panel gibt. Ob eines erscheint, hängt davon ab, ob Google die Organisation als bekannte Entität führt, und das entscheidet sich vor allem über unabhängige Quellen.

Begriffe im Umfeld

Quellen: Google Search Central: Organization structured data (Stand September 2026) · schema.org: Organization (Stand September 2026)

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