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sameAs

Von Felix Wilhelm · geprüft am 22. September 2026

Kurz gesagt: sameAs ist eine schema.org-Eigenschaft, mit der eine Entität auf Seiten verweist, die sie an anderer Stelle eindeutig identifizieren, etwa Wikidata, Wikipedia oder offizielle Profile.

Was bedeutet sameAs?

sameAs gehört zum Basistyp Thing und nimmt laut schema.org die URL einer Referenzseite auf, die die Identität eines Objekts eindeutig angibt, zum Beispiel einen Wikipedia-Artikel, einen Wikidata-Eintrag oder die offizielle Website. Die Eigenschaft steht meist im Organization- oder Person-Objekt und kann mehrere URLs enthalten. Nach Googles Auswertung vom August 2026 nutzen mehr als zehn Millionen Domains sameAs. Abzugrenzen ist url: Diese nennt die eigene Adresse der Entität, sameAs die fremden Belegstellen.

Auch genannt:same-assameAs-Propertyschema:sameAs

So funktioniert es in der Praxis

Der Nutzen liegt in der Disambiguierung. Es gibt viele Firmen namens Müller Haustechnik und mehrere Personen mit identischem Namen. sameAs verknüpft das Objekt auf deiner Website mit Einträgen, deren Identität bereits feststeht. Google beschreibt in der Dokumentation zu Organization-Markup, dass solche Angaben helfen, eine Organisation von anderen zu unterscheiden, und nennt als Beispiel Profile auf Social-Media- oder Bewertungsplattformen. Am stärksten sind Identifikatoren aus Wissensdatenbanken wie Wikidata, weil sie eine eindeutige ID tragen, die auch der Knowledge Graph und viele andere Systeme nutzen.

sameAs ist eine Behauptung, die von außen gestützt werden muss. Zeigt die Eigenschaft auf ein LinkedIn-Profil mit anderer Firmierung, ein Branchenprofil mit alter Adresse oder einen verwaisten Social-Media-Account, entsteht Widerspruch statt Klarheit. Vor der Auszeichnung gehört deshalb ein Abgleich: Name, Rechtsform, Adresse, Telefonnummer und Kurzbeschreibung auf allen verlinkten Profilen prüfen und angleichen. Das ist die NAP-Konsistenz, erweitert um Beschreibung und Leistungsspektrum.

Ein häufiger Fehler ist sameAs auf Seiten, die die Entität nur erwähnen, etwa einen Presseartikel oder eine Kundenbewertung. Das sind Quellen über das Unternehmen, keine Identitätsnachweise; sie gehören nicht in sameAs. Ebenso falsch: sameAs von einer Produktseite auf die Firmenwebsite. Gemeint ist immer dasselbe Ding, nicht etwas Verwandtes.

Für GEO ist die Eigenschaft ein Baustein der Entitätsarbeit. Ein Sprachmodell, das eine Firma beschreibt, stützt sich auf das, was mehrere Quellen übereinstimmend sagen. Je eindeutiger die eigene Website die Verbindung zu den gepflegten Profilen herstellt und je konsistenter diese Profile sind, desto geringer ist das Risiko, mit einem gleichnamigen Unternehmen verwechselt zu werden. Das ersetzt keine Erwähnungen in unabhängigen Quellen, macht sie aber eindeutig zuordenbar.

Praxisbeispiel

Praxisbeispiel

Eine Steuerberatungsgesellschaft teilt sich den Namen mit einer Kanzlei in einem anderen Bundesland. Ihr Organization-Markup nennt per sameAs den eigenen Wikidata-Eintrag, das LinkedIn-Unternehmensprofil, das Google-Unternehmensprofil und den Eintrag im Verzeichnis der Steuerberaterkammer. Vorher wurden alle vier Profile auf identische Firmierung, Adresse und Tätigkeitsbeschreibung gebracht. Ein Presseartikel über die Kanzlei steht bewusst nicht in sameAs, sondern ist nur auf der Über-uns-Seite verlinkt.

In der Praxis setzen wir das so um: Technik für KI-Sichtbarkeit: Crawler, Schema, llms.txt →

Häufige Fragen zu sameAs

Wie viele sameAs-Verweise sind sinnvoll?

So viele, wie es offizielle, gepflegte Identitätsseiten gibt. Für ein mittelständisches Unternehmen sind das oft das LinkedIn-Profil, das Google-Unternehmensprofil, ein Wikidata-Eintrag und wenige Branchenprofile. Eine feste Zahl gibt es nicht. Verwaiste oder widersprüchliche Profile schaden mehr, als sie nützen.

Brauche ich einen Wikidata-Eintrag für sameAs?

Nein, aber er ist der stärkste Verweis, weil Wikidata jeder Entität eine eindeutige ID gibt. Einen Eintrag anlegen darf jeder, er muss aber die Relevanzkriterien der Community erfüllen und mit Belegen versehen sein. Ohne ausreichende Quellen wird er gelöscht.

Gehören Social-Media-Profile in sameAs?

Ja, wenn sie offiziell sind und gepflegt werden. Google nennt Profile auf Social-Media- und Bewertungsplattformen ausdrücklich als Beispiel. Ein seit Jahren inaktiver Account mit alter Adresse ist dagegen kein Beleg, sondern eine Quelle für Widersprüche.

Was ist der Unterschied zwischen sameAs und url?

url nennt die Adresse der Entität selbst, bei einer Firma also ihre Website. sameAs nennt Seiten auf anderen Websites, die dieselbe Entität eindeutig beschreiben. Beide Eigenschaften ergänzen sich und sollten im Organization-Objekt gemeinsam vorkommen.

Weiter im Glossar

Quellen: schema.org: sameAs (Stand September 2026) · Google Search Central: Organization structured data (Stand September 2026)

Dieser Eintrag beschreibt den Stand zum Prüfdatum. Hinweise auf Fehler oder neue Entwicklungen nehmen wir gern per E-Mail entgegen. Zurück zum Glossar

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