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Technik

Strukturierte Daten

Von Felix Wilhelm · geprüft am 22. September 2026

Kurz gesagt: Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Angaben im Quelltext, die den Inhalt einer Seite eindeutig beschreiben — meist als JSON-LD mit dem Vokabular von schema.org.

Was bedeutet Strukturierte Daten?

Strukturierte Daten übersetzen den sichtbaren Inhalt einer Seite in ein standardisiertes Format. Statt zu raten, ob eine Zahl ein Preis, eine Bewertung oder ein Datum ist, liest ein System die explizite Auszeichnung. Google unterstützt drei Formate: JSON-LD, Microdata und RDFa. Alle drei sind für Google gleichwertig, empfohlen wird JSON-LD, weil es getrennt vom HTML steht und leichter zu pflegen ist. Abzugrenzen ist schema.org: Das ist das Vokabular, strukturierte Daten sind dessen Anwendung auf einer Seite.

Auch genannt:Schema-Markupstrukturiertes MarkupStructured Data

So funktioniert es in der Praxis

Google nutzt strukturierte Daten auf zwei Wegen. Erstens für Rich Results, also erweiterte Darstellungen wie Produktpreise, Veranstaltungsdaten oder Rezeptangaben; dafür gelten je Typ Pflichtfelder, ohne die keine Sonderdarstellung möglich ist. Zweitens, um den Inhalt einer Seite und Informationen über Personen, Organisationen oder Produkte im Netz allgemein zu verstehen. Eine Garantie gibt es in keinem Fall: Google schreibt ausdrücklich, dass korrekt ausgezeichnete Daten nicht automatisch angezeigt werden.

Die Liste der Rich Results ändert sich. How-to-Ergebnisse hat Google 2023 eingestellt, FAQ-Rich-Results zeigt Google seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr an. Wer seine gesamte Auszeichnung auf solche Darstellungen ausgerichtet hat, verliert mit jeder Änderung den sichtbaren Effekt. Der Wert für das Verständnis bleibt: Organization, Person, Article, Service oder DefinedTerm beschreiben Entitäten und Beziehungen, die ein System sonst aus Fließtext ableiten müsste.

Eine Regel ist nicht verhandelbar: Ausgezeichnet wird nur, was sichtbar auf der Seite steht. Google nennt Markup für unsichtbare Inhalte, irreführende Angaben und gefälschte Bewertungen als Verstoß. Die Folge einer manuellen Maßnahme ist der Verlust der Rich-Result-Berechtigung, laut Google aber keine Rankingabwertung der Seite. Zweite Regel für die Praxis: ein zusammenhängender @graph mit festen @id-Werten statt fünf isolierter Blöcke aus verschiedenen Plugins, die sich gegenseitig widersprechen. Dieses Muster zeigt der Eintrag JSON-LD im Detail.

Für die KI-Suche gilt ein nüchterner Befund. Google schreibt im Leitfaden zu generativen KI-Funktionen, dass strukturierte Daten dafür nicht erforderlich sind und es kein spezielles Markup gibt, empfiehlt sie aber als Teil der SEO und verlangt, dass sie zum sichtbaren Text passen. Belegbare Stärke haben sie bei der Entitätsklärung: Wer ist Herausgeber, wer Autor, welche Organisation steht hinter der Seite? Genau diese Fragen entscheiden, ob eine Quelle einem Unternehmen zugeordnet wird. Wie das auf einer ganzen Website umgesetzt wird, gehört zur GEO-Technik.

So sieht das konkret aus

Praxisbeispiel

Ein Veranstalter von Weinseminaren zeichnet jede Termin-Seite als Event mit startDate, location, offers und organizer aus. Der organizer verweist per @id auf die zentrale Organization, die auf der Startseite definiert ist und sameAs auf das Google-Unternehmensprofil enthält. Preis und Datum im Markup stammen aus derselben Datenbank wie die sichtbare Angabe, sodass beide nie auseinanderlaufen. Der Rich Results Test bestätigt die Event-Berechtigung, der Schema Markup Validator den verknüpften Graphen.

Wie wir das bei Kunden umsetzen, steht hier: Technik für KI-Sichtbarkeit: Crawler, Schema, llms.txt →

Strukturierte Daten: typische Fragen

Sind strukturierte Daten ein Rankingfaktor?

Nicht direkt. Google nutzt sie für Rich Results und zum Verständnis der Seite, eine bessere Position allein durch Markup gibt es nicht. Indirekte Effekte über auffälligere Treffer und klarere Entitätszuordnung sind möglich. Eine manuelle Maßnahme wegen fehlerhaften Markups kostet laut Google nur die Rich-Result-Berechtigung, nicht das Ranking.

Welches Format soll ich verwenden?

JSON-LD. Google empfiehlt es, weil es als eigener Script-Block vom sichtbaren HTML getrennt ist und sich leichter pflegen lässt. Microdata und RDFa sind für Google gleichwertig gültig, aber mühsamer zu warten. JSON-LD darf im head oder im body stehen und auch per JavaScript eingefügt werden.

Lohnt sich FAQ-Markup noch?

Für die Google-Darstellung nicht mehr: Seit Mai 2026 zeigt Google keine FAQ-Rich-Results an und hat die Dokumentation entfernt. Das Markup ist weiterhin gültiges schema.org und schadet nicht. Wichtiger als das Markup ist, dass die Fragen und Antworten sichtbar und gut formuliert auf der Seite stehen.

Brauche ich strukturierte Daten für AI Overviews?

Nein. Google schreibt, dass für AI Overviews und AI Mode kein spezielles Markup erforderlich ist. Voraussetzung ist, dass die Seite indexiert und mit Snippet ausspielbar ist. Strukturierte Daten bleiben trotzdem sinnvoll, weil sie Entitäten eindeutig beschreiben und für Rich Results in der klassischen Suche zählen.

Verwandte Begriffe

Quellen: Google Search Central: Introduction to structured data markup (Stand September 2026) · Google Search Central: General structured data guidelines (Stand September 2026) · Google Search Central: Latest documentation updates (Stand September 2026)

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